Zeitzeugnisse

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Appenzeller Geschichten in Wort und Bild

«Zeitzeugnisse» entstand 2013 zum 500. Jahrestag der Aufnahme des Standes Appenzell in die Eidgenossenschaft.
Wir laden Sie ein, in der Appenzeller Geschichte zu stöbern oder ganz gezielt nach Themen, Orten oder Jahren zu suchen.

Lassen Sie sich inspirieren! Tauchen Sie ein in die Geschichte der beiden Kantone im Nordosten der Schweiz!

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Hinrichtung der Mörderin Anna Maria Koch  

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Titel:

Hinrichtung der Mörderin Anna Maria Koch

Beschreibung:

Protokoll der Sitzung des Grossen Rates des Kantons Appenzell Innerhoden vom 3. Dezember 1849. Der Grosse Zweifache Landrat trat an jenem Tag unter dem Vorsitz von Landammann Johann Baptist Dähler (1805-1879) zu einer Sondersitzung als "Blutgericht" zusammen. Appenzell Innerrhoden kannte damals noch keine Gewaltenteilung. Justiz und Parlament bildeten erst ab der Kantonsverfassung von 1873 separate Gremien. Appenzell Ausserrhoden vollzog diesen Schritt in der Kantonsverfassung von 1858.

Nachdem sich die Grossräte nochmals den Hergang der Aufsehen erregenden Mordtat von Gonten hatten schildern lassen, verurteilten sie Anna Maria Koch mit 92 gegen 6 Stimmen zum Tod durch das Schwert. Koch wurde gleichentags auf der Appenzeller Richtstätte, dem sogenannten Galgenring unweit der Ziegelhütte mit nicht unerheblichen Schwierigkeiten vom Scharfrichter geköpft. Damit war sie die letzte Person im Kanton, an der ein Todesurteil vollzogen wurde.

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