«Zeitzeugnisse» entstand 2013 zum 500. Jahrestag der Aufnahme des Standes Appenzell in die Eidgenossenschaft.
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Appenzeller Geschichten in Wort und Bild
Lassen Sie sich inspirieren! Tauchen Sie ein in die Geschichte der beiden Kantone im Nordosten der Schweiz!
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Titel:
Leonhard Tobler - Hirschenwirt und Orgelbauer
Beschreibung:
Das unscheinbare Blatt verzeichnet mit Wertangaben versehene Sachgüter, die im Rechtobler Dorfbrand vom 9. April 1796 der Zerstörung heimfielen. Das rückseitig mit „Specification vom Hirzenwirth Leonh: Tobler“ beschriftete Dokument Nr. 15 listet demnach dessen früheres Eigentum auf. Mit einer Summe von 3000 Gulden die grösste Position macht sein mit Buffet und Wandkasten ausgestattetes Wohnhaus aus. Die nachfolgende mit 500 Gulden angesetzte Position bezieht sich auf „zwey grosse Orgelen, und etwas Schaden am Tischörgelin“. Naheliegend für ein Wirtshaus ist, dass auch eine grosse Menge von Wein und Most im Wert von 290 Gulden verloren gingen. Neben weiteren Einträgen zu Kleidungsstücken und Textilien, zu Geschirr und Besteck sowie zu Mobiliar und Behältnissen fällt die Erwähnung etlicher Gerätschaften zur Holz- und Metallbearbeitung ins Auge.
Da ist die Rede von Leimpfannen, Schraubstock, Leimpressen, Hobelbank, Stimmzeug und Pfeifenformen. Irgendwie passend zu den eingangs erwähnten drei Orgeln werden abschliessend fünf Musikinstrumente genannt, nämlich 1 Bassehautbois (Oboe), 2 Clavicordi (Tischklavier) und 1 Harfe.
Befand sich also im Wirtshaus zum Hirschen auch eine Orgelbauer- und Musikinstrumenten-Werkstatt?
